Beherrschen Sie den gesetzlichen Rahmen des nachhaltigen und energieeffizienten Bauens?

Kennen Sie den gesetzlichen Rahmen des nachhaltigen und energieeffizienten Bauens ?

Der Handwerker, Gestalter einer nachhaltigen Zukunft, spielt bei der Umsetzung des nachhaltigen Bauens und der europäischen und nationalen Energiepolitik eine wichtige Rolle:

  • Die Ziele „20/20/20“ der Europäischen Union sehen eine Senkung der CO2-Emissionen um 20 % gegenüber einer Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung von erneuerbaren Energien um 20 % vor.
  • Die Herausforderung 2017: Ab 2017 muss jeder Neubau von Wohnraum im Großherzogtum Luxemburg die Anforderungen der Energieklasse AA erfüllen.
  • Das Angebot „KlimaBank und nachhaltiges Wohnen“ soll nachhaltigen Wohnraum fördern.

Kennen Sie den gesetzlichen Rahmen des nachhaltigen und energieeffizienten Bauens, der sich auf Ihre tägliche Arbeit auswirkt und der Ihr handwerkliches Können und Ihre fachlichen Kompetenzen im Bereich energieeffizientes Bauen, energetische Sanierung und Nutzung von erneuerbaren Energien in Gebäuden erfordert?

Hier finden Sie einen Überblick der gesetzlichen Regelungen im Großherzogtum, die am 1. Januar 2017 in Kraft getreten sind:

 

 

Rubrik: Règlement grand-ducal concernant la performance énergétique des bâtiments d’habitation (Großherzogliche Regelung zur Energieleistung von Wohngebäuden - Amtsblatt A - Nr. 146 vom 1. August 2016)

Durch die großherzogliche Regelung vom 23. Juli 2016 wurden wichtige Änderungen bei der Energieleistung von Wohngebäuden eingeführt. Ein Wohngebäude wird definiert durch eine energetische Referenzfläche, die zu mindestens 90 % zu Wohnzwecken genutzt wird. Jedes andere Gebäude fällt unter die Regelungen für Zweckbauten.

Ab dem 1. Januar 2017 ändern sich die Pflichten in Bezug auf den Neubau von Wohnraum und die folgenden Kriterien müssen von nun an bei jedem Neubau eines Wohnhauses berücksichtigt werden:

  • Einführung der Definition eines „bâtiment d’habitation dont la consommation d’énergie est quasi nulle“ (Wohngebäude, dessen Energieverbrauch quasi bei Null liegt - NZEB);
  • Einführung des Konzeptes „bâtiment de référence“ (Referenzgebäude) zur Berechnung der Mindestanforderungen beim Neubau von Wohnraum;
  • Einführung der teilweisen Berücksichtigung der von Photovoltaikanlagen produzierten Elektrizität;
  • Minimalanforderungen in Bezug auf Wärmeschutz im Sommer.

Ziel der neuen großherzoglichen Regelung ist es, die Baureife eines Wohngebäudes mit Energieklasse AA unabhängig vom verfügbaren Grundstück und der Architektur zu gewährleisten, indem die Anforderungen für eine Baugenehmigung flexibler gestaltet werden. Zudem wurden einige Vereinfachungen und Klärungen eingefügt, um die bestehende Regelung an den technologischen Fortschritt anzupassen.

Regelung zur Energieleistung von Gebäuden

 

Rubrik: L’offre banque climatique et primes logement durable (Angebot „KlimaBank und Prämien für nachhaltiges Wohnen“ Amtsblatt A – Nr. 299 vom 27. Dezember 2016)

Das Angebot Klimabank an nohaltegt Wunnen (Klimabank und nachhaltiges Wohnen) zielt auf die Förderung des nachhaltigen Baus, der nachhaltigen energetischen Sanierung von Wohngebäuden und die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien im Bereich des Wohnens ab.

Dieses Angebot umfasst die folgenden Elemente:

  • LENOZ, die luxemburgische Nachhaltigkeitszertifizierung für Wohngebäude (LENOZ = LEtzebuerger NOhaltegkeets-Zertifikat fir Wunngebaier);
  • die Reform des Förderprogramms PRIMe House;
  • die Einführung des Klimadarlehens mit reduziertem Zins und des Klimadarlehens zum Nullzins zur stärkeren Förderung der nachhaltigen energetischen Gebäudesanierung sowie der Vermeidung von Energieknappheit.

Download oder Verlinkung zu: Règlement grand-ducal du 23 décembre 2016 concernant le paquet banque climatique et logement durable (Großherzogliche Regelung vom 23. Dezember 2016 zum Paket Klimabank und nachhaltigem Wohnen)

 

LENOZ, die luxemburgische Nachhaltigkeitszertifizierung für Wohngebäude

LENOZ ist ein freiwilliges, globales Bewertungskonzept, das an die Realität in Luxemburg angepasst ist und eine Quantifizierung der Nachhaltigkeit von Wohngebäuden ermöglicht. Die Abkürzung LENOZ steht für „Lëtzebuerger Nohaltegkeets-Zertifizéierung“. Ein LENOZ-Zertifikat beinhaltet die Beurteilung der Nachhaltigkeit eines Wohngebäudes, die auf der Grundlage von sechs Kategorien berechnet wird: Standort, Gesellschaft, Wirtschaft, Ökologie, Gebäude und technische Installationen und Funktionalitäten. Auf dem Zertifikat sind die Nachhaltigkeitsklasse sowie die pro Kategorie/Kriterium erreichte Punktzahl vermerkt.

Es ist Aufgabe des Handwerkers, nachhaltige Gebäude mit hoher Energieeffizienz durch seine Kompetenzen und sein handwerkliches Können zu erschaffen. Der Handwerker als Gestalter einer nachhaltigen Zukunft verfügt über besondere Kompetenzen in den folgenden Bereichen:

  • Luftdichtigkeit
  • Bau ohne thermische Brücken
  • Einbau von erneuerbaren Materialien
  • Demontierbare Konstruktion
  • Einbau von Schalldämmung.


FAQ LENOZ

Die Daten zur Demontierbarkeit müssen für alle Bauteile der Gebäudehülle und für die Innenstruktur (Wände, Decken) eingereicht werden:

  • Dach
  • Außenwände
  • Fenster
  • Bodenplatten
  • Zwischendecken
  • Innenwände.

Alle Schichten eines Bauteils, die zur Berechnung des Wertes U erforderlich sind, werden bei der Demontierbarkeit berücksichtigt.
Die Bestandteile des Bodens sowie die Wand-, Boden- und Deckenverkleidungen (zum Beispiel Tapete, Farbe und Bodenbelag usw.) werden nicht berücksichtigt.

Von der Demontierbarkeit sind ausgeschlossen:

  • die Dichtstoffe zur Fassadendämmung;
  • die Bauteile am Boden.

LINK WEBSEITE MINLOG HANDBUCH
http://www.ml.public.lu/pictures/fichiers/LENOZ_2016_fr_1.pdf

 


Die Reform des Förderprogramms PRIMe House

Die PRIMe-House-Beihilfen unterstützen natürliche Personen, juristische Personen des Privatrechts und juristische Personen des öffentlichen Rechts (mit Ausnahme des Staats), die sich in den Bereichen des nachhaltigen Wohnungsbaus, der nachhaltigen energetischen Gebäudesanierung sowie der stärkeren Nutzung nachhaltiger Energiequellen engagieren.

Die wesentlichen Änderungen der neuen PRIMe-House-Regelung gegenüber der alten Regelung:

  • Ausrichtung der Förderung von Wohngebäude-Neubauten auf eine nachhaltige Bauweise;
  • Einführung von Nachhaltigkeitskriterien bei der energetischen Sanierung von Wohnraum;
  • Verpflichtung, bei Sanierungen einen zugelassenen Energieberater hinzuzuziehen;
  • umfassende Einbeziehung erneuerbarer Energien;
  • Vereinfachung der Verwaltungsvorgänge.

Kontakt

Sie möchten weitere Informationen zu den Weiterbildungen und Leistungen für Unternehmen oder Sie haben Fragen zu den gesetzlichen Regeln, dann lassen Sie uns dies in der Rubrik „Kontakt“ wissen.

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